Sicherheitsausrüstung für Kajak, Kanu und SUP
Sicherheit beim Kajaksport: Die Sicherheitsausrüstung für Paddler ist umfangreich und reicht von Basics wie Wurfsack und Messer für Wildwasser-Kanuten, Paddelsicherungen für Tourenpaddler, Lenzpumpe und Paddlefloat für Seekajaker bis hin zu allgemeiner Ausrüstung wie wasserdichten Erste-Hilfe-Sets sowie Komplett-Sets für Bergung und Rettung.
Der Hersteller °hf mit dem Slogan "Safety in an extreme World" ist ein Spezialist für Sicherheit im Paddelsport.

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Sicherheitsausrüstung für Kanu, Kajak und SUP im Überblick
Eine gute Paddeltechnik, vorausschauende Planung und eine zuverlässige Selbsteinschätzung sind die besten Voraussetzungen, um Gefahren zu minimieren und Unfälle zu vermeiden. Sollte doch einmal etwas passieren, gilt es, schnell zu reagieren und relevante Techniken anzuwenden.
Retten und Bergen ist ein umfangreiches Thema, das nicht in eine Kaufberatung passt, sondern entsprechend erlernt und geübt werden muss. Genauso umfangreich ist auch die Auswahl an Ausrüstung, die dafür infrage kommt. Sie muss der Situation entsprechend gewählt werden und hängt unter anderem von Tourcharakter, Gruppengröße und Wetter ab.
In der folgenden Übersicht können wir aber zumindest zeigen, welche Ausrüstung wofür relevant ist.

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Lenzpumpe | |
Einsatz: Selbstrettung, Großgewässer Im Gegensatz zu fest installierten elektrischen Lenzpumpen oder Fußlenzpumpen sind Handlenzpumpen günstig, leicht und unabhängig vom Boot. Allerdings können sie nur bei offener Spritzdecke und beidhändig benutzt werden. Das macht die Nutzung in unruhigem Wasser schwierig - eventuell braucht es sogar Kameradenunterstützung. Unser Tipp: Die Whetman Sea Stubby Lenzpumpe Die Whetman Kajak-Lenzpumpe ist eine sehr kompakte und robuste Handlenzpumpe, die speziell fürs Seekajak entwickelt und konstruiert ist. | ![]() |
Paddlefloat | |
![]() | Einsatz: Selbstrettung, Großgewässer Das Paddlefloat dient zur Unterstützung beim Wiedereinstieg ohne Kameradenhilfe. Bei der Auswahl solltest du darauf achten, dass das Paddlefloat groß genug für die Paddelfläche ist. Tipp: Ein Paddlefloat kann auch sehr gut als Unterstützung beim Rollentraining verwendet werden. Unser Tipp:NRS Paddle Float Das Paddle Float von NRS ist groß und leicht zu befestigen. Durch seine doppelte Luftkammer bietet es zusätzliche Redundanz. |
Wurfsack | |
Einsatz: Fremdrettung, Bergung, Wildwasser Der Wurfsack ist das Herzstück der Sicherheitsausrüstung im Wildwasser. Dabei sollten Länge und Seildurchmesser dem Einsatz angemessen sein. Nach Möglichkeit sollte das Seil länger sein als der Fluss breit sein - eine sinnvolle Maximallänge sind 30 m, man muss ja auch so weit werfen können. Dickere Seile haben nicht nur eine höhere Bruchlast, sondern sind auch besser zu greifen. Packvolumen und Gewicht sind dementsprechend höher. Unser Tipp:hf° Big Fish Der hf° Big Fish Wurfsack wurde in Zusammenarbeit mit dem AKC entwickelt und ist ein sehr gut ausgestatteter Wurfsack für Wildwasserpaddler. | ![]() |
Messer | |
![]() | Einsatz: Fremdrettung, Selbstrettung, Wildwasser, Großgewässer Zu jedem Seil gehört ein Messer, um es im Notfall durchschneiden zu können. Es sollte möglichst schnell zugänglich außen an der Schwimmweste befestigt sein oder als Klappmesser mitgeführt werden. Ein Wellenschliff macht das Schneiden noch einfacher. Unser Tipp:NRS Co-Pilot Knife Das kompakte NRS Co-Pilot Knife bietet hervorragende Eigenschaften als Kajakmesser: glatte und gezahnte Schneidkante kombiniert mit einer stumpfen Sicherheitsspitze. |
Signalpfeife | |
Einsatz: Selbstrettung, Wildwasser, Großgewässer Um im Notfall Aufmerksamkeit auf sich zu ziehen oder zur Kommunikation innerhalb der Gruppe, vor allem bei fehlendem Blickkontakt, ist eine kompakte und möglichst laute Signalpfeife die einfachste Lösung. Am besten wird die Pfeife griffbereit an der Schwimmweste getragen. Unser Tipp:Fox 40 Micro Super kompakt und super laut: Die Fox 40 Micro besticht mit 110 dB und mitgelieferter Befestigungsschnur. Durch die kleine Luftkammer muss nur wenig Wasser ausgeblasen werden, bis der Ton entsteht. | ![]() |
Schleppleine | |
![]() | Einsatz: Fremdrettung, Großgewässer Eine Schleppleine mit Dämpfung und mindestens 5 m Länge ist das perfekte Werkzeug zum Abschleppen aus dem Boot heraus. Egal ob am Paddler oder am Boot befestigt - es sollte immer eine Schnellauslösung integriert sein, um im Notfall die Leine abwerfen zu können. Unser Tipp:hf° Plan Sea Die hf° Plan Sea ist eine Seekajak-Schleppleine mit 15 m schwimmfähigem Seil, Ruckdämpfer, hochwertigem Karabiner und passendem Schwimmkörper sowie einem Hüftgurt mit Schnellverschluss und Edelstahlring. |
Cowtail | |
Einsatz: Wildwasser, Bergung Die Wildwasser-Variante der Schleppleine: Zur Nutzung ist ein Brustgurt mit Notauslösung an der Schwimmweste nötig. Aber Achtung: Wer sich ein volles Boot oder einen Schwimmer an die Weste hängt, muss mindestens einen Schwierigkeitsgrad besser paddeln können, als gerade gefordert ist. Unser Tipp:hf° Bungee Cowtail Das hf° Bungee Cowtail dehnt sich unter Belastung von 0,5 m auf 1,35 m und ist mit 5 kN Bruchlast auch stark genug, um einen Fixpunkt für einen Flaschenzug damit zu bauen. | ![]() |
Paddelkarabiner | |
![]() | Einsatz: Bergung, Wildwasser Als perfekte Ergänzung zum Cowtail hat ein Paddelkarabiner eine Öffnung, die groß genug ist, um einen Paddelschaft zu clippen. Unser Tipp:CT Paddelkarabiner Der Paddelkarabiner von CT liegt gut in der Hand, hat eine sehr große Öffnung und erfüllt mit 22 kN die Bruchlastanforderung für Sicherungskarabiner. |
Flaschenzug | |
Einsatz: Wildwasser, Bergung Zum Bergen von verklemmten Booten ist reine Muskelkraft oft nicht ausreichend. Dazu braucht es die Hilfe eines Flaschenzugs. Unser Tipp:Safety Set Bergung Das Safety Set Bergung enthält alle Komponenten, die zum Aufbau eines 3:1-Flaschenzugs mit Rücklaufsicherung und Nachfassen benötigt werden. | ![]() |
Sicherungskarabiner | |
![]() | Einsatz: Rettung, Bergung, Wildwasser Nicht nur zum Aufbau von Flaschenzügen werden Sicherungskarabiner benötigt, auch für eine Springersicherung oder für einen improvisierten Klettergurt aus einer Bandschlinge kommen Verschlusskarabiner zum Einsatz. Dabei ist entscheidend, dass der Schnapper verriegelbar ist, sodass sich der Karabiner nicht ungewollt öffnet. Dafür gibt es entweder einen Schraubverschluss oder einen 3-Wege-Verschluss, der automatisch arretiert. Die ebenfalls verbreitete Bezeichnung HMS-Karabiner kommt daher, dass der Karabiner groß genug ist, damit ein Halbmastwurf umschlagen kann. HMS steht für Halbmastsicherung. Unser Tipp:Petzl Attache Der Attache ist ein kompakter HMS-Karabiner mit Schraubverschluss. Er liegt trotz der eher geringen Größe sehr gut in der Hand. |
SUP-Gürtel mit Leash | |
Einsatz: Wildwasser, Großgewässer, Selbstrettung Im Gegensatz zum Wellenreiten wird beim SUP die Leash nicht am Knöchel befestigt, sondern an einem Gürtel mit Schnellauslösung. Damit wird sichergestellt, dass man sich auch im Falle eines Verklemmens oder Hängenbleibens noch von der Leash lösen kann. Unser Tipp:hf° Synergy Der Synergy ist auf die Nutzung mit der hf° SUP Leash ausgelegt und bietet hohen Komfort durch die weiche Polsterung. | ![]() |
Wurfsack Know-how
Hier haben wir ein paar Informationen zum Thema Wurfsack zusammengefasst. Das ist eine Hilfe für Gebrauch, Nutzung und Pflege dieses universellen Sicherungsgeräts.
Wurfsack werfen
Man unterscheidet zwischen zwei Wurftechniken - dem Unterarmwurf und dem Oberarmwurf. Die Wurftechnik an sich ist eine Frage der persönlichen Präferenz. Ein Wurf aus dem schwingenden Unterarm heraus ist am einfachsten, während ein Schleuderwurf aus dem Oberarm präziser ist.
Das Wichtigste ist hier aber vor allem regelmäßiges Training.
Falls das Ziel verfehlt wird, solltest du das Seil schnell einholen, den Sack wieder mit Wasser füllen und noch einmal werfen.
Schwimmer an Land holen
Sobald der Schwimmer das Seil zu fassen bekommt, sollte er es auf Brusthöhe festhalten und sich auf den Rücken drehen. So kann der Retter den Schwimmer am besten in ein Kehrwasser oder ans Ufer ziehen.
Wurfsack befüllen
Nach dem Gebrauch das Seil Stück für Stück in den Sack stopfen. Das Seil nicht aufrollen und beim Einfüllen darauf achten, dass keine Schlaufen oder Knoten entstehen. Am einfachsten geht das, wenn man das Seil über die Schulter in den Wurfsack zieht.
Nach dem Neukauf sollte der Wurfsack entleert und neu befüllt werden. So ist die Funktion sicher gewährleistet.
Wurfsack-Pflege
Den Wurfsack zur Reinigung regelmäßig mit klarem Wasser ausspülen und Schmutz sowie Sand entfernen.
Das Seil zum Trocknen lose aufhängen und nicht in der Sonne trocknen.
Den Wurfsack lose aufgehängt oder trocken verpackt lagern.
Wurfsack-Check
Der Wurfsack sollte nach jedem Gebrauch beziehungsweise beim Wiederbefüllen einer Sichtprüfung unterzogen werden:
> Befestigung: Seil vollständig ausleeren und die Verbindung zum Sack prüfen.
> Seilmantel: Seil durch die Hände laufen lassen und auf Beschädigungen prüfen.
> Seilkern: Der weiße Seilkern muss komplett vom Seilmantel ummantelt und über die gesamte Länge gleichmäßig flexibel sein.
> Verschluss: Auf Leichtgängigkeit und sicheren Sitz prüfen.
> Knoten: Beim Befüllen darauf achten, dass keine Knoten ins Seil kommen.













































































































































